MAKING THE CYCLE TEIL EINS: Planung und Postproduktion

Hallo, mein Name Samuel Punto und wollte etwas über die Entstehung meines ersten Projekts schreiben, eines Kurzfilms, den ich dramatisch The Cycle nannte. Ich beschloss, es in drei Teile zu teilen, einen für die Vorproduktion, einen für die eigentlichen Dreharbeiten und einen für die Postproduktion, denn wenn ich alles in einem Text machen würde, würde es sehr lang und unglaublich langweilig werden. Also, ich hoffe es gefällt euch!                      

Die ursprüngliche Inspiration für das Drehbuch habe ich von einem Videospiel erhalten, einem surreal beängstigenden Spiel namens „Little Nightmares.“ In der eigentlichen Handlung des Spiels bewegt sich eine kleine Person unbestimmten Geschlechts durch eine seltsame und surreale Welt, in der die feindliche Umgebung versucht sie zu töten. Ich war mir von Anfang an bewusst, dass ich kein wirklich großes Budget zur Realisierung des Projektes haben werde. Daher musste ich die Basisgeschichte stark verändern.  Besonders wichtig war für mich die angestrebte optische Ästhetik. Ich bin ein großer Fan von Alfred Hitchcock und Stanley Kubrick. Deren Filme waren definitiv ein Antrieb für mich. Als der fertige Film später auf dem Filmfestival „Visionale“ erschienen war, erzählte mir eine Richterin, dass der Stil von „The Cycle“ sie tatsächlich an Andrej Tarkovsky erinnert habe, einem Regisseur, von dem ich bis dahin noch nichts gehört hatte, vom dem ich aber jetzt ein großer Fan bin. Das war also ziemlich cool!

Aber ich möchte nicht zu weit ausholen, wie man bereits in der Antike wusste haben die Götter ja vor dem Erfolg erst einmal den Schweiß gesetzt. Aber die „Visionale“ in Frankfurt war bereits zu dem Zeitpunkt ein angestrebtes Ziel.

Zu Beginn hatte ich ja nur die Idee in meinem Kopf und um daraus einen Film zu machen war einiges an Gesprächen und Kreativität notwendig. Denn neben dem bereits fehlenden Budget hatte ich auch keinerlei Ausrüstung zur Verfügung. Nachdem ich einige theoretische Gespräche mit meiner Mutter über die Idee geführt hatten, begannen wir darüber nachzudenken wie man ein solches Projekt in die Tat umsetzen könnte. Ein großer Vorteil, den ich hatte und den ich unbedingt nutzen wollte, war, dass mein Stiefvater Marwan El-Mozayen der Chefredakteur des SilvergrainClassics-Magazins und ein professioneller Fotograf ist. Dies ermöglichte mir den Zugriff auf das 16mm Kameraequipment des SilvergrainStudios und seine Unterstützung als Kameramann. Auch in Bezug auf Sponsoren konnte er mir einige Kontakte vermitteln, denen ich meine Projektidee vorlegen konnte. Ich hatte mich wegen der Ästhetik sehr früh für analogen Film auf 16mm entschieden. Ein weiteres Problem war Zeit, denn ich bin Schüler und muss tagsüber zur Schule. Sowohl meine Mutter als auch Marwan haben auch nicht unbegrenzte Zeit.

Die optische Wirkung war mir von Anfang an wichtig, daher die Entscheidung für echten Film und gegen Digitalvideo. Für mich wirkt das Vorhandensein von Filmkorn immer irgendwie real obwohl es sich um eine Illusion handelt. Es ist schwer zu erklären aber gute Beispiele hierfür sind zeitgenössische Filme wie von J.J. Abrams Star Wars oder Christopher Nolans Batman. Marwan konnte mir die Vor- und Nachteile der Arbeit an Filmen erklären und obwohl ich gewarnt wurde, dass dies die Dinge schwieriger machen würde (wie viel schwieriger würde ich nicht wissen bis später während des Drehens) entschied ich, dass das genau mein Ding ist.

Ich möchte nicht verschweigen, dass diese Entscheidung gleich zum nächsten Problem führte. Mein Budget reichte nur für vierundzwanzig Minuten Filmmaterial für einen zehnminütigen Kurzfilm. Im Klartext bedeutete dies das wir nur ein Take für jede Szene machen konnten und zwei, wenn es WIRKLICH schlecht gelaufen ist. Aus diesem Grund war von Anfang an viel Vorbereitung gefragt, insbesondere für die Szenen, in denen mein Double und ich in derselben Einstellung waren, da er auch nur zwei Tage am Set sein konnte. Das andere kleine Problem war die Tatsache, dass wir, da wir es im Sommer machen wollten, unsere Reisepläne dem Filmprojekt anpassen mussten. Wir leben in Deutschland, würden aber in den USA Urlaub machen bzw. filmen. Das bedeutete, dass wir alle unsere Filmsets spontan erkunden mussten. Dieser Umstand schränkte die langfristige Planung sehr ein. Rückblickend muss ich aber sagen das all dieses auf den ersten Blick starken Einschränkungen sich im Nachhinein als großen Vorteil herausgestellt haben. Da Filmequipment mit zwei 16mm Kameras nicht gerade leicht ist, mussten wir alles auf das Nötigste begrenzen. Alles wurde sehr minimal gehalten: zwei Kameras, zwei Stative, Film, ich und meine Familie und die Hoffnung, dass es nicht regnen würde. Letzteres traf dann auch zu allem Überfluss ein. Und so vorbereitet begann das Projekt, das wir zu jener Zeit „Windows to the Soul“ nannten mit viel Planung, einer menge Gepäck und einem Flugticket für die ganze Familie/Filmteam von Frankfurt nach Chicago, aber dazu demnächst mehr.

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